Tipps zur Wertermittlung: Die Schwacke-Liste und Alternativen

Wer ein Fahrzeug verkauft, möchte verständlicherweise den bestmöglichen Preis dafür erzielen. Als Laie ist es jedoch nahezu unmöglich, den Fahrzeugwert ohne die Zuhilfenahme entsprechender Tools selbst zu ermitteln. Eine prominente Unterstützung für diese Aufgabe ist die Schwacke-Liste. Was hat es damit auf sich und welche Alternativen stehen zur Verfügung? Der folgende Überblick liefert Ihnen wichtige Details, die Ihnen dabei helfen, aus Ihrem Fahrzeug wirtschaftlich das Optimum herauszuholen.

Was verbirgt sich hinter der Schwacke-Liste?

Die Schwacke-Liste lässt sich für alle gebrauchten Fahrzeuge zurate ziehen, wenn es darum geht, den Fahrzeugwert zu ermitteln. Konkret handelt es sich dabei um eine Schätzung des Fahrzeug-Restwertes im Hinblick auf den jeweiligen Fahrzeughersteller und das Modell. Sie kann sowohl von Privatpersonen als auch von Autohändlern genutzt werden, um den Fahrzeugwert zu ermitteln. In diese Fahrzeugwertermittlung fließen unzählige Ausstattungsmerkmale ein. Da viele Fahrzeuge über eine Sonderausstattung verfügen, welche für den zu erzielenden Verkaufspreis relevant ist, wird auch diese bei der Fahrzeugwertermittlung nach Schwacke berücksichtigt.

Bei Ihren Angaben stützt sich die Schwacke-Liste auf sämtliche Fahrzeugtypen, wie zum Beispiel Pkw-Limousinen, SUV, Motorräder und Nutzfahrzeuge. Relevant sind alle Fahrzeuge und Ausstattungsmerkmale, die der deutsche Fahrzeugmarkt zu bieten hat. Da dieser einem ständigen Wandel unterworfen ist, wird die Liste regelmäßig überarbeitet. Hierfür ist der Herausgeber Eurotax Schwacke verantwortlich.

Wo kann die Schwacke-Liste eingesehen werden und welche Kosten sind damit verbunden?

Der Abruf der Schwacke-Daten erfolgt online auf der Schwacke-Website und ist zum Preis von aktuell 7,90 Euro möglich.

Welche Kriterien werden der Wertermittlung zugrunde gelegt?

Um mithilfe der Schwacke-Liste den Fahrzeugwert ermitteln zu können und ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, sollte ein Pkw nicht älter als 12 Jahre und ein Motorrad maximal 10 Jahre alt sein. Fahrzeuge, die älter sind, lassen sich kaum nach objektiven Gesichtspunkten bewerten. Daher erlaubt die Schwacke-Liste keine Datenlieferung für Fahrzeuge eines höheren Alters.

Wenn Sie mit der Schwacke-Liste den Fahrzeugwert ermitteln möchten, sind neben der Fahrzeugmarke auch der Fahrzeugtyp und das spezifische Modell anzugeben. Weiterhin spielen die Art des Antriebs, das Datum der Erstzulassung und der zum Abfragezeitpunkt relevante Kilometerstand eine Rolle. In welchem Zustand befindet sich Ihr Fahrzeug und über welche Sonderausstattung verfügt es? Auch diese Daten sind beim Abruf der Schwacke-Liste anzugeben.

Welche Vor- und Nachteile bietet die Schwacke-Liste?

Einer der wichtigsten Vorteile ist die hohe Verlässlichkeit der Schwacke-Liste, bei welcher es sich um eine angesehene Möglichkeit zur Wertermittlung handelt. Die Erfahrungen aus vielen zurückliegenden Jahren fließen in die regelmäßigen Aktualisierungen mit ein. Daher hat die Schwacke-Liste eine hohe Aussagekraft und liefert Werte stets auf dem aktuellen Erkenntnisstand.

Nachteilig ist, dass sich ältere Fahrzeuge nicht bewerten lassen und der Service nur gegen ein Entgelt in Anspruch genommen werden kann.

Gibt es Alternativen zur Schwacke-Liste?

Verschiedene Internetportale können kostenlos genutzt werden, um den Fahrzeugwert zu ermitteln. Dies ist – ohne Angabe von Ausstattungsmerkmalen und Zustand – bei der DAT (Deutsche Automobil Treuhand GmbH) möglich. Eine den Schwacke-Kriterien adäquate Möglichkeit, den Fahrzeugwert zu ermitteln, bieten autofokus24.de und wirkaufendeinauto.de. Letztere Variante können Sie auch dann nutzen, wenn Sie Ihr Fahrzeug direkt verkaufen möchten.