Tipps für den Gebrauchtwagenkauf – worauf achten?

Der Gebrauchtwagenkauf stellt eine lohnenswerte Alternative zum Neuwagenkauf dar, denn auf diese Weise lässt sich häufig viel Geld sparen. Damit alles bestmöglich abläuft, werden nachfolgend einige Tipps für den Gebrauchtwagenkauf erläutert. Wie erkennt man Vorschäden oder Tacho-Manipulation? Worauf achtet man bei der Probefahrt und empfiehlt sich ein Check vom Sachverständigen?

Gebrauchtwagen kaufen – Tipps und Tricks

Ein verschwiegener Motorschaden, verschleierte Unfälle, ein manipulierter Tacho oder abgefahrene Reifen, es gibt verschiedene Risiken beim Gebrauchtwagenkauf. Daher gilt es, vor dem Autokauf einige Dinge zu prüfen. Folgendes gilt es zu beachten:

Manipulierten Tacho erkennen

Laut ADAC wurde der Tacho an rund 30 Prozent der Gebrauchtfahrzeuge manipuliert, denn weniger Kilometer erhöhen den Verkaufspreis. Doch diese Wertsteigerung ist illegal. Eine lückenhafte Dokumentation, wie Reparatur-Rechnungen oder AU- und HU-Berichte, kann darauf hindeuten, dass die Wartung vernachlässigt wurde und die tatsächliche Laufleistung nicht stimmt, da der Tachostand manipuliert ist. Der erste Eindruck zählt ebenso: Passt die Laufleistung zum Gesamteindruck des Wagens? Sind die Sitze stark durchgesessen oder die Pedale und das Lenkrad erheblich abgenutzt? Dann gilt Skepsis.

Die wichtigsten Tipps für den Gebrauchtwagenkauf: Gründliche Besichtigung und Probefahrt

Das Wichtigste beim Kauf eines Gebrauchtwagens sind die Besichtigung und Probefahrt bei gutem Wetter und Helligkeit. Hier zeigt sich, ob er das hält, was er verspricht:

  • Das Fahrzeug ist am besten gewaschen, da man sonst Rost, Dellen, Kratzer oder sonstige Mängel im Lack leicht übersieht. Die Oberfläche sollte eben sein sowie keine matten Stellen und Farbunterschiede aufweisen. Dies spricht für einen ausgebesserten Unfallschaden.
  • Prüfen Sie ebenso die Reifen hinsichtlich Schäden und der Profiltiefe. Sind die Innen- oder Außenschultern stark verschlissen, liegt ein Mangel an der Fahrwerksgeometrie auf. Ungleichmäßig abgefahrene Profilblöcke könnten ein Hinweis für defekte Radlager oder Stoßdämpfer sein.
  • Schauen Sie zudem in den Motorraum und unter das Auto. Öl kann für ein Motor- oder Getriebeproblem und nachträglich aufgebrachter Unterbodenschutz für Korrosionsprobleme sprechen. Zu niedrige Flüssigkeitsstände können ebenfalls auf einen Defekt am Motor hinweisen. Er sollte bei der Besichtigung nicht warm sein, da sich ungesunde Geräusche lediglich im kalten Zustand bemerkbar machen.
  • Ist die Kühlflüssigkeit trüb? Dies könnte ein Anzeichen für eine defekte Zylinderkopfdichtung sein.
Zum Besichtigungstermin nimmt man am besten eine zweite Person mit. Laien erkennen Vorschäden und Mängel nicht immer, sodass es bei unzureichender Erfahrung sinnvoll sein kann, bei der Fahrzeugprüfung einen fachkundigen Experten hinzuzuziehen. Lassen Sie sich im schriftlichen Kaufvertrag zusichern, dass der Wagen unfallfrei ist. Zudem gilt es, die Papiere gründlich zu prüfen. Werkstattrechnungen, HU-Berichte und das Scheckheft sollten nicht fehlen. Eine Probefahrt gehört zum Autokauf immer dazu und erfordert ebenfalls Fahrpraxis, sodass eine zweite Meinung sinnvoll sein kann. Folgendes sollte beachtet werden:

  • Springt der Motor auch im kalten Zustand problemlos an?
  • Lassen sich die Gänge einfach schalten?
  • Reagiert das Auto auf Lenkeinschläge sofort und hält es die Spur
  • Stimmen der Geradeauslauf und das Bremsverhalten?
  • Treten ungewöhnliche Geräusche auf?
Manche Mängel am Auto machen sich nur bei höheren Geschwindigkeiten bemerkbar.

Fazit

Dies waren die wichtigsten Tipps für den Gebrauchtwagenkauf. Von Vorteil ist eine lückenlose Fahrzeugdokumentation. Achten Sie auf genannte mögliche Mängel und Schäden. Begutachten Sie das Auto bei Tageslicht und machen Sie vor Unterzeichnung des Kaufvertrags unbedingt eine Probefahrt. Nehmen Sie eine fachkundige Begleitperson mit.