Fahrzeugzustand checken

Gleichgültig, ob Sie ein Auto verkaufen oder kaufen wollen, ein gründlicher Check gehört immer dazu. Als Verkäufer haben Sie immer ein Interesse daran, das Auto so teuer wie möglich zu verkaufen. Als Käufer möchten Sie nicht nur einen guten Preis haben. Sie möchten vor allem, dass das gekaufte Auto möglichst mängelfrei in Ihr Eigentum übergeht. Mit dieser Checkliste können Sie die gröbsten Mängel entdecken und in die Preisverhandlungen mit einfließen lassen.

Fahrzeugzustand checken – die Grundlagen

Ein Auto kann noch so schön und verlockend dastehen – wenn die rechtlichen Grundlagen nicht gegeben sind, kommt kein legales Geschäft zustande. Der Verkäufer sollte sich deshalb ausweisen und einen Brief des Autos vorweisen können. Prüfen Sie, ob die Fahrgestell- und Motornummern mit den Angaben im Brief übereinstimmen. Damit haben Sie den rechtlichen Rahmen schon einmal abgesteckt und Sie können sich sicher sein, ein legales Fahrzeug zu kaufen.

Steckbrief vom Fahrzeug

Ein Fahrzeug verliert kontinuierlich an Wert. Bestimmte Kenngrößen wie Baujahr, Kilometerleistung, Unfälle oder abgelaufene Hauptuntersuchung wirken sich besonders wertmindernd aus. Nach der Feststellung der Legalität sind diese Punkte der zweite Schritt beim Fahrzeugzustand checken.

Sichtprüfung

Ist die Legalität festgestellt und der Steckbrief bekannt, kann das Auto in Augenschein genommen werden. Gehen Sie einmal um das Auto herum und betrachten Sie es von jedem Winkel. Abweichende Spaltmaße weisen auf einen schlecht reparierten Unfallschaden hin. Ebenso können stark glänzende Stellen einen gespachtelten und überlackierten Blechschaden kaschieren. Beide zählen zu den erheblichen Schäden, die sich stark wertmindernd auswirken. Kratzer im Stoßfänger oder hinter den Türgriffen sind jedoch Bagatellschäden. Diese lassen sich beim Gebrauch eines Autos kaum vermeiden.

Auf Fünfjahresschäden achten

Ein Auto fährt durchschnittlich 20.000 km pro Jahr. Nach 5 Jahren sind die zweite Hauptuntersuchung und die 100.000 km Marke fällig. Nach diesem Zeitraum und Kilometerleistung können sich erste größere Verschleißschäden bemerkbar machen:

  • Verschlissene Kupplung
  • Verschlissene Bremsen und Stoßdämpfer
  • Rostschäden an der Abgasanlage
  • erste Rostschäden an Türspitzen und Radläufen
  • ausgeschlagene Traggelenke.

Pauschal kann man sagen, dass sich der Fahrzeugwert nach 5 Jahren halbiert hat. Wenn diese Fünfjahresschäden beim Fahrzeugzustand checken ebenfalls auffallen, kann sich der Wert auf 30% reduzieren. Wertstabilisierend wirkt sich hingegen ein gut gefülltes Checkheft aus. Dieses weist auch nach, dass sämtliche Wartungsarbeiten korrekt durchgeführt wurden. Das ist bei den modernen Fahrzeugen äußerst wichtig. Ein übergangener oder falsch durchgeführter Ölwechsel kann bei den leistungsstarken Motoren von heute schon das Aus bedeuten.

Mit Gutachter auf der sicheren Seite

Beim privaten Kauf von jungen Gebrauchten sollte ein professioneller KFZ-Gutachter dabei sein. Dieser erkennt zuverlässig alle Mängel und kann eine valide Expertise zum Restwert des Autos geben. Die Autos von heute sind äußerst komplex, sodass viele Schäden nur schlecht erkannt werden können. Ein Auslesen des Fehlerspeichers gehört beispielsweise heute zum Fahrzeugzustand checken dazu. Ein Autokäufer hat dazu weder das Wissen, noch das Equipment. Der Gutachter verfügt über beides.

Was Sie als Verkäufer tun können

Als Verkäufer können Sie mit einigen, gezielten Maßnahmen Ihr Auto für den Verkauf optimieren. Wir empfehlen, vor dem Verkauf eine Hauptuntersuchung durchführen zu lassen und das Auto zu einem Aufbereiter zu geben. Mit frischer HU, komplett gereinigt und aufpoliert, verkauft sich das Auto wesentlich besser.