Die richtige Auto Versicherung

Welche Auto Versicherung passt zu meinen Bedürfnissen?

Wer sein Kfz anmelden möchte, muss den Nachweis über eine Auto Versicherung erbringen. Ansonsten darf das Fahrzeug nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Kfz-Halter haben grundsätzlich die Wahl zwischen drei verschiedenen Varianten: der Haftpflichtversicherung, der Teilkasko- und der Vollkasko-Versicherung. Für jede Auto Versicherung gibt es eigene Vorschriften und Richtlinien.

Die Kfz-Haftpflichtversicherung: Ohne sie geht es nicht

Mindestvoraussetzung für die Zulassung eines Fahrzeugs ist die Haftpflichtversicherung. Sie wird vom Gesetzgeber vorgeschrieben und ist, wie der Name schon andeutet, Pflicht. Die Haftpflicht springt bei allen Sach- und Personenschäden ein, die Sie durch Ihr persönliches Fahrverhalten mit dem versicherten Fahrzeug verursachen. Dadurch wird sichergestellt, dass ein Unfallopfer auch dann abgesichert ist, wenn Sie den Schaden aus eigener Tasche gar nicht bezahlen könnten. Falls durch Ihr Auto ein Umweltschaden entsteht, was beispielsweise durch auslaufendes Öl vorkommen kann, greift die Haftpflichtversicherung ebenfalls. Schäden an Ihrem eigenen Fahrzeug sind hingegen nicht versichert. Außerdem zahlt die Haftpflichtversicherung auch dann nicht, wenn Sie den Schaden durch eine vorsätzliche Handlung oder aufgrund von Trunkenheit verursacht haben. Die Mindestversicherungssumme der Haftpflicht ist gesetzlich geregelt und beträgt für reine Vermögensschäden 50.000, für Sachschäden 1,22 Millionen und für Personenschäden 7,5 Millionen Euro. Allerdings bietet fast jede Auto Versicherung mittlerweile eine höhere Deckungssumme an. Sie würde also auch für jene Schäden zahlen, die höher als die Mindestversicherungssumme sind. 

Die Teilkasko: freiwillig und sinnvoll

Die meisten Pkw-Fahrer verfügen mindestens über eine Teilkasko-Versicherung, da diese auch Schäden am eigenen Auto abdeckt. Allerdings ist die Art der Schäden ganz genau festgelegt. So umfasst die Teilkasko prinzipiell alle Leistungen der gesetzlichen Kfz-Haftpflichtversicherung und kommt darüber hinaus für Elementarschäden sowie für Brand-, Tierbiss- und Glasschäden an Ihrem Pkw auf. Der genaue Versicherungsumfang hängt vom jeweiligen Anbieter ab, auch die Deckungssummen und die Tarife unterscheiden sich meist recht deutlich. Einige Teilkasko-Versicherungen kommen beispielsweise nur bei Zusammenstößen mit sogenanntem Haarwild (unter anderem Hasen, Schwarz-und Rotwild, Füchse und Wildschweine) für den Schaden auf, während andere Unternehmen auch Unfälle mit Hunden, Pferden oder Kühen inkludieren. Vereinfacht ausgedrückt lässt sich also sagen, dass die Teilkasko jene Schäden übernimmt, die Sie nicht selbst verursacht haben. Vandalismus zählt jedoch nicht dazu. Die Teilkasko-Versicherung ist günstiger als eine Vollkasko-Versicherung, allerdings gibt es hier, anders als bei der Haftpflicht- und Vollkasko, keine Schadenfreiheitsrabatte.

Die Vollkasko-Versicherung, das Rundum-sorglos-Paket

Die Vollkasko Auto Versicherung übernimmt zunächst einmal sämtliche Leistungen der Haftpflicht- und Teilkasko-Versicherung und darüber hinaus auch noch einige andere Schäden. Dazu gehören vor allem Schäden am Fahrzeug, die Sie selbst verschuldet haben, sowie Schäden nach einer möglichen Fahrerflucht, sofern die Person nicht ermittelt werden kann. Auch Vandalismus ist in der Vollkasko inkludiert. Darüber hinaus kommt sie bis zu einer Höhe von 20.000 Euro für Schäden am Antriebs-Akku von Hybrid- und Elektrofahrzeugen auf. Experten empfehlen die Vollkasko-Versicherung vor allem für hochpreisige und jüngere Neu- und Gebrauchtwagen. Haben Sie Ihr Fahrzeug über eine Bank geleast oder finanziert, verlangt diese häufig ohnehin einen Vollkasko-Schutz. Vor dem Abschluss einer Auto Versicherung sollten Sie die jeweiligen Leistungen sowie die Beiträge gut miteinander vergleichen, da sich dadurch viel Geld sparen lässt.