Auto mit Mängeln verkaufen

Wenn Sie ein Auto mit Mängeln verkaufen, verhindern Sie durch einfache Tipps Missverständnisse, Streit und Nachforderungen des Käufers. Sie müssen Beeinträchtigungen des Fahrzeugzustands und notwendige Reparaturen unaufgefordert benennen. Außerdem ist ein vorsichtiger Umgang mit Begriffen wie “unfallfrei” oder “Austauschmotor” wichtig.

Auto mit Mängeln verkaufen: Nichts verschweigen und Missverständnisse vermeiden

Während Sie Ihr Auto mit Mängeln verkaufen, dürfen Sie die bekannten Probleme auf keinen Fall verschweigen. Alle Schäden oder sonstige Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit müssen Sie dem Käufer genau schildern. Wenn Vorbesitzer ein Auto mit Mängeln verkaufen und bewusst erhebliche Schäden nicht erwähnt haben, drohen ernsthafte Konsequenzen. Dann sind der Rücktritt vom Kaufvertrag, nachträgliche Kaufpreisminderungen oder Schadenersatzforderungen als Anspruch auf Nacherfüllung denkbar.

Mögliche Gründe für eine Reparatur vor dem Verkauf

Bevor Sie ein Auto mit Mängeln verkaufen, lohnt sich wegen der möglichen Wertsteigerung in manchen Fällen eine Reparatur. Das gilt natürlich nur, solange die realistische Preissteigerung die Reparaturkosten übersteigt. Vor allem bei kleinen und oberflächlichen Schäden ist es oft profitabel, Pkws zu reparieren und das Auto dadurch mit weniger Mängeln zu verkaufen. Denn erste Eindrücke und somit die äußere Erscheinung beeinflussen die Zahlungsbereitschaft der meisten Käufer erheblich. Die unkomplizierte Aufbesserung von Kratzern oder Dellen kann daher im Vorfeld des Verkaufs sinnvoll sein.

Definition des Begriffs “unfallfrei” beim Autoverkauf

Wenn Sie ein Auto mit Mängeln verkaufen, dürfen Sie den Begriff “unfallfrei” in sehr vielen Fällen nicht verwenden. Zulässig ist diese Beschreibung ausschließlich für Fahrzeuge, die nie erhebliche Schäden erlitten haben. Ob lediglich sogenannte Bagatellschäden vorliegen und Autos noch als unfallfrei gelten, müssen Sie in jedem Einzelfall individuell abklären.

Nach der Ausbesserung von leichten Kratzern oder minimalen Dellen ist die Bezeichnung manchmal noch unproblematisch. Im Zweifelsfall sollten Sie sich aber durch Experten über die Grenzen der Unfallfreiheit in Ihrer persönlichen Situation aufklären lassen, bevor Sie ein Auto mit Mängeln verkaufen. Außerdem vermeiden Sie spätere Missverständnisse und Streitfälle, indem Sie den Verkäufer trotz der möglichen Angabe “unfallfrei” schriftlich über kleine Bagatellschäden im Detail informieren.

Austauschmotor mit unterschiedlichen Auswirkungen auf Verkaufspreise

Sobald Sie ein Auto mit Mängeln verkaufen und nicht mehr der ursprüngliche Motor mit dem Original-Zustand eingebaut ist, handelt es sich um einen Austauschmotor. Dieser Begriff sagt alleine eigentlich sehr wenig über einen Pkw aus, weil er unabhängig vom Unterschied zwischen dem Original-Aggregat und den Ersatzteilen verwendet wird. Daher kann ein Wagen durch einen Austauschmotor theoretisch sowohl leistungsfähiger als auch schwächer sein, während Händler ein Auto mit Mängeln verkaufen. Im Autohandel kommt die Bezeichnung auch zum Einsatz, wenn kein neuer Motor des Herstellers das alte Aggregat ersetzt hat.

Ein Austauschmotor stammt in zahlreichen Fällen aus einem anderen Fahrzeug. Manche Anbieter spezialisieren sich sogar darauf, alte Motoren mit einer Generalüberholung als Ersatzteil zur Verfügung zu stellen oder selbst einzubauen und ein Auto mit Mängeln zu verkaufen. Um Komplikationen beim Autoverkauf zu vermeiden, sind daher konkretere Angaben über einen Austauschmotor empfehlenswert. Sie sollten das Alter, die Laufleistung und weitere Details zum Motor benennen, bevor Sie ein Auto mit Mängeln verkaufen. Zugleich ist es ratsam, Fragen wegen des Grundes für den Austausch oder der Herkunft des Austauschmotors zuvorzukommen.